Postnasal-Drip-Syndrom

Beim Postnasal-Drip-Syndrom tropft flüssiges Sekret, das im entzündeten Nasen-Rachenraum entsteht, den Rachen hinunter. Die Folge: die Infektion überträgt sich auf die Bronchien. Was können Betroffene tun?

Postnasal-Drip-SyndromDas Postnasal-Drip-Syndrom (kurz PNDS) ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das in Zusammenhang mit unterschiedlichen Grunderkrankungen stehen kann.

Ungewöhnlich am Entstehungsprozess ist ein Phänomen, das als „Etagenwechsel“ bekannt ist: Obwohl der Erkrankungsherd in den oberen Atemwegen liegt, findet das Krankheitsgeschehen größtenteils in den unteren Atemwegen statt. Wie kommt es dazu?

Wenn sich die Schleimhäute der oberen Atemwege entzünden und die Nase verstopft, kann das Sekret nicht mehr ungestört über die Nase abfließen. Beim Postnasal-Drip-Syndrom tropft es stattdessen über die Luftröhre in die unteren Atemwege (siehe Zeichnung unten).

Postnasal Drip


Vom Schnupfen zur Bronchitis - So entsteht das Postnasal-Drip-Syndrom

Die Ursache des Postnasal-Drip-Syndrom steht in den meisten Fällen im Zusammenhang mit einer akuten oder chronischen Infektion im Nasenraum (Rhinitis/Sinusitis). Auslöser kann also z.B. ein gewöhnlicher Schnupfen sein.

Neben infektiösen Ursachen können auch andere Grunderkrankungen ein Postnasal-Drip-Syndrom verursachen. Vor allem allergische Reaktionen sind häufig, aber auch Autoimmunerkrankungen oder eine unspezifische Hyperreagibilität der Atemwege kommen in Frage. Zudem kann das Postnasal-Drip-Syndrom mit Reizungen im Magenbereich zusammenhängen, z.B. einem gastroösophagealen Reflux (Sodbrennen). 

Treten die Symptome dauerhaft auf, ist eine chronische Grunderkrankung wahrscheinlich. Zum Beispiel eine chronische Sinusitis oder eine allergische Rhinitis können eine permanente Störung des Sekretflusses darstellen und zur Chronifizierung des Postnasal-Drip-Syndrom beitragen.   

Husten, Räuspern, Schleimfluss - Die Symptome des Postnasal-Drip-Syndrom

Das Postnasal-Drip-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen von chronischem Husten. Dieser ist trocken, kann aber auch mit Auswurf verbunden sein. Patienten erkennen das Postnasal-Drip-Syndrom zudem am unangenehmen Schleimfluss im Rachen, der sich besonders im Liegen einstellt.

Weitere typische Symptome sind Räusperzwang, Heiserkeit und ein Kloßgefühl im Hals. Sogar Atemnot kann in schweren Fällen auftreten. Je nach Grunderkrankung können zudem allergische Beschwerden, Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit hinzukommen.

Welche Behandlung hilft beim Postnasal-Drip-Syndrom?

Wird die Erkrankungsursache nicht therapiert, kann sich die Entzündung auch dauerhaft auf die unteren Atemwege übertragen. Ein Postnasales Drip-Syndrom ist deshalb nicht selten an der Entstehung einer chronischen Lungenerkrankung wie Asthma oder einer chronischen Bronchitis beteiligt.

Der Schleimlösung kommt bei der Behandlung des Postnasal-Drip-Syndrom eine zentrale Bedeutung zu. Weil es sich bei den oberen Atemwegen um empfindliche Strukturen handelt, empfiehlt sich dabei ein schonendes Vorgehen. Hier hat sich das physiotherapeutische Training mit dem RC-Cornet®N bewährt. Es befreit die Nasennebenhöhlen von Schleim, lindert den Reizhusten und verringert den Bedarf an Medikamenten.

Ergänzend können regelmäßige Nasenspülungen mit physiologischer Kochsalzlösung die Symptome weiter lindern. Bei starken und nicht abklingenden Symptomen ist die zusätzliche Anwendung von kortisonhaltigen Nasensprays und/oder Antibiotika Mittel der Wahl. Je nach Erkrankungsursache kann auch ein operativer Eingriff im Bereich der Nasennebenhöhlen sinnvoll sein.

RC-Cornet®N

Physiotherapie für die Atemwege

RC-Cornet NBeim Ausatmen in das Nasencornet entsteht ein positiver Druck, der die Schleimhäute der oberen Atemwege auf physikalischem Wege massiert und den Nasen-Rachenraum von Schleim befreit – ganz ohne den Einsatz von Medikamenten.

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